28.10.2004

Ritter der Kommunikation

Interkulturelle Bibliothek KANZBI ausgezeichnet

Für Massnahmen zur digitalen Integration im Zürcher Kreis 4.

Der Preis "Ritter der Kommunikation" geht dieses Jahr an die Interkulturelle Bibliothek KANZBI in Zürich. Diese engagiert sich dafür, fremdsprachigen Kindern, Jugendlichen und Müttern einen Zugang zu Computer und Internet zu verschaffen.

Marc Furrer, Direktor des Bundesamtes für Kommunikation, zeichnete am Donnerstag an den Bieler Kommunikationstagen die diesjährigen Preisträger aus. Der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundesrat Moritz Leuenberger fand zum vierten Mal statt. Der mit 20'000 Franken dotierte Hauptpreis wurde der Interkulturellen Bibliothek KANZBI in Zürich für ihre Massnahmen zur digitalen Integration im Kreis 4 verliehen, wie das Bundesamt für Kommunikation mitteilte.

In mehreren Projekten habe die KANZBI fremdsprachigen Kindern, Jugendlichen sowie deren Müttern einen günstigen, selbstbestimmten und professionell betreuten Zugang zu Computer und Internet geboten, begründet die Jury ihren Entscheid.

Ausserordentlicher zweiter Preis

Aufgrund der hohen Qualität der eingereichten Projekt sei dieses Jahr ein ausserordentlicher zweiter Preis vergeben worden, heisst es weiter. Dieser ist mit 10'000 Franken dotiert und geht an Cassiano Luminati und dessen Team der Associazione Polo Poschiavo für das Projekt "Progetto Capr@".

"Progetto Capr@" (Projekt Ziege) wendet sich an Leute aus dem Puschlav und Veltlin, die in der Ziegenwirtschaft beschäftigt sind. Diesen wird mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie Aus- und Weiterbildung angeboten. Dabei arbeiten die Initianten grenzübergreifend mit italienischen Bildungseinrichtungen zusammen.

Kostenlose Kurse

Der ebenfalls mit 10'000 Franken verbundene Jugendpreis geht an das Jugendmagazin Youthguide für das Projekt "Mediadukt -Brückenbau in der virtuellen Welt". Die jugendlichen Redaktionsmitglieder bieten Gleichaltrigen kostenlose Ausbildungskurse in Multimedia an, begleiten diese über die Kurse hinaus und helfen bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen im Medienbereich.

Der Sonderpreis "Lesen und Schreiben mit Internet und Co." geht an Barbara Gadient und Margrit Goop aus Basel. Mit "Schreib weiter!" bieten sie eine elektronische Weiterbetreuung von Erwachsenen an, die einen zweijährigen Lese- und Schreibkurs absolviert haben. Auch sie erhalten 10'000 Franken.

Überwindung des digitalen Grabens

Der Wettbewerb "Ritter der Kommunikation" wird jährlich von den Bundesämtern für Kommunikation und Kultur ausgeschrieben. Er wurde 2001 im Zusammenhang mit der bundesrätlichen Strategie für eine Informationsgesellschaft Schweiz lanciert.

Ausgezeichnet werden sollen Projekte, die einen Beitrag zur Überwindung des digitalen Grabens in der Schweiz leisten. Sie sollen den Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien fördern und den Zugang dazu erleichtern. Dieses Jahr kandidierten 35 Projekte aus allen Sprachregionen um die ausgeschriebenen Preise. (sda)



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