25.12.2017

Tamedia kauft Goldbach

Ringier kritisiert das Vorgehen der Tamedia

Nach der Übernahme der Vermarkterin Goldbach ist eine Tamedia-Beteiligung an Admeira gemäss Ringier-CEO Walder kein Thema mehr – niemand wusste bisher, das darüber verhandelt wird. Und: Die SRG denkt darüber nach, sich aus Admeira zurückzuziehen.
Tamedia kauft Goldbach: Ringier kritisiert das Vorgehen der Tamedia
Der Tamedia (im Bild CEO Christoph Tonini) wird von Ringier ein doppeltes Spiel vorgeworfen. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Am Freitag verkündete Tamedia die Übernahme der Werbevermarkterin Goldbach an (persoenlich.com berichtete). Ein Knall in der Branche, der Reaktionen auslöste, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. So habe Ringier-CEO Marc Walder noch am selben Tag einen Brief an die Tamedia-Chefs Pietro Supino und Christoph Tonini geschickt, in denen er die Gespräche über einen möglichen Beitritt der Tamedia zu Admeira für beendet erklärt. 

Brisant daran: Bisher wusste niemand, dass über eine Tamedia-Beteiligung an der gemeinsamen Vermarkterin von Ringier, SRG und Swisscom diskutiert wird. Hat die Tamedia parallel über die Goldbach-Übernahme und eine Admeira-Beteiligung verhandelt?

Die Tamedia zeigt sich über den Brief Walders überrascht. Angeblich liege dem Unternehmen ein Angebot der SRG vor, deren Admeira-Aktien zu übernehmen. SRG-Direktor Gilles Marchand sei bereit, die eigenen Aktien an die Tamedia abzugeben – auch, da sie unnötige Angriffsfläche im Hinblick auf die No-Billag-Abstimmung bieten.

Die Tamedia hingegen will, dass die SRG nicht nur als Eigentümerin sondern ganz aus Admeira ausscheidet, ansonsten käme eine Tamedia-Beteiligung gemäss Christoph Tonini nicht in Frage. (maw)



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