Angélique Beldner ist 44 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier Kinder. In einer weitgehend behüteten Umgebung wurde sie gross. «Ich bin voll und ganz Schweizerin, realisierte aber schon früh, dass ich anders war. Ich habe diese Erinnerung, wie sich Menschen in den Kinderwagen beugen und meine Haare berühren. Das begleitet mich bis heute und ist mir sehr unangenehm. Leute, die mir ungefragt ins Haar langen, das gibt es immer noch», sagt Angélique Beldner in einem «Reporter»-Dokfilm, der am Mittwoch ausgestrahlt werden wird.
«Black Lives Matter» habe ihre heile Welt aus den Fugen gebracht: «Auf einmal fragten mich alle nach meiner Meinung zum Thema Rassismus, und ich realisierte: Wenn alle schweigen, so wie ich, wird sich nie etwas verändern», so Beldner.

Die SRF-Sendung «Reporter» von Kathrin Winzenried begleitet Angélique Beldner auf Spurensuche ihrer eigenen Vergangenheit. Warum hat Beldner Rassismus stets beschönigt und nicht sehen wollen? Warum fällt es ihr so schwer, darüber zu reden? Wie SRF in einer Mitteilung schreibt, spricht Beldner mit engen Familienangehörigen im Film erstmals über ihre Hautfarbe. Sie mache dabei auch schmerzhafte Erfahrungen. (pd/eh)
«Reporter»: Mittwoch, 21. Oktober, 21 Uhr, SRF 1
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