16.05.2019

Native Advertising

Der Presserat zeigt sich besorgt

Das Aufsichtsorgan ist «zutiefst beunruhigt» über «immer subtilere» Werbeformen in den Printmedien.

Der Schweizer Presserat ist zutiefst beunruhigt über neue Werbeformen, die die Grenzen zwischen redaktionellen und kommerziellen Inhalten verwischen. Ins Visier nimmt das Aufsichtsorgan vor allem das Native Advertising.

Diese immer subtilere Form der Werbung sei so gestaltet, dass sie für die Leserschaft nicht eindeutig als solche erkannt werden könne, führte das Aufsichtsorgan der Schweizer Presse am Donnerstag aus. Das zeuge von einem Mangel an Respekt und untergrabe die Glaubwürdigkeit des Journalismus.

Inserate, Werbesendungen sowie durch Dritte bezahlte oder zur Verfügung gestellte Beiträge sollten sich gestalterisch von redaktionellen Beiträgen klar abheben, etwa durch die Bezeichnung «Werbung».

«Bei gesponserten Medienberichten ist der Name des Sponsors transparent zu machen. Die freie Themenwahl und -bearbeitung durch die Redaktion ist zu gewährleisten», schreibt der Presserat. Er sei sich jedoch bewusst, dass die Zeitungsverlage Werbeeinnahmen akquirieren müssten. (sda/cbe)



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