12.04.2018

AFP

Fabrice Fries wird neuer Präsident

Der 58-Jährige folgt an der Spitze der Agentur auf Emmanuel Hoog, der seinen Rückzug angekündigt hat.
AFP: Fabrice Fries wird neuer Präsident
Wird neuer Präsident der Nachrichtenagentur AFP: Fabrice Fries. (Bild: AFP/Thomas Samson)

Fabrice Fries wird neuer Präsident der Nachrichtenagentur AFP. Der Verwaltungsrat der Agentur wählte den früheren Chef der Kommunikationsagentur Publicis Consultants am Donnerstag mit 13 von 18 Stimmen. Er folgt Emmanuel Hoog nach, der nach acht Jahren an der AFP-Spitze seinen Rückzug angekündigt hat.

Fries machte seine Karriere in der Privatwirtschaft. Der 58-Jährige leitete bis 2016 die Kommunikations- und PR-Agentur Publicis Consultants. Zuvor arbeitete er bei den Gruppen Vivendi und Havas. Er studierte an den US-Universitäten Berkeley und Harvard sowie an den französischen Elitehochschulen Sciences Po und Ena.

Hoog hatte am Mittwoch den Rückzug seiner Kandidatur für ein neues fünfjähriges Mandat angekündigt. In einem Schreiben an die Mitarbeiter betonte der 55-Jährige, ihm sei es nicht gelungen, die notwendige Unterstützung zu erhalten. Hoog hat in den vergangenen Jahren unter anderem den Ausbau der AFP-Sparten Video und Sport mit dem Ziel vorangetrieben, die Agentur in einem hart umkämpften Marktumfeld «nachhaltig» aufzustellen.

Fries war der einzige noch verbleibende Gegenkandidat im Auswahlverfahren. Dem Verwaltungsrat, der den Präsidenten wählt, gehören Repräsentanten der AFP-Medienkunden an, Vertreter von staatlichen Stellen, die AFP-Dienste abonnieren, und Belegschaftsvertreter.

AFP ist neben Associated Press (AP) und Thomson Reuters eine der drei grossen Weltagenturen. Das Unternehmen beschäftigt rund 2400 Mitarbeiter in gut 150 Ländern. Es liefert Nachrichten in sechs Sprachen - darunter Deutsch – und neben Textberichten auch Fotos, Infografiken, animierte Grafiken, Videos und Multimedia-Inhalte. Im vergangenen Jahr erzielte AFP einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro. (sda/afp/cbe)

 



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