16.04.2019

Notre-Dame in Flammen

Frankreich ist entsetzt über den Brand

Nach dem Feuer in der Pariser Kathedrale haben französische Medien bestürzt reagiert. So titelte die Tageszeitung «La Croix»: «Das Herz in Asche». Eine Presseschau.
Notre-Dame in Flammen: Frankreich ist entsetzt über den Brand
Notre-Dame ist eine der wichtigsten Pariser Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Seine-Insel Île de la Cité. (Bild: Keystone/AP Photo/Diana Ayanna)

Frankreichs Medien haben mit grossem Entsetzen auf den schweren Brand in der Pariser Kathedrale von Notre-Dame reagiert. «Das Herz in Asche», titelte die katholische Tageszeitung «La Croix» am Dienstag. Die Zeitung «Le Parisien» sah «Unsere Dame der Tränen».

«Le Figaro» überschrieb seine Eins mit «Die Katastrophe». «Les Echos» schrieb von «Der Tragödie von Paris», «Libération» fügte Notre-Dame einen Buchstaben hinzu: «Unser Drama». Auch international wurde gross über den Brand berichtet:

Das Feuer, das am Montagabend ausbrach, verwüstete den Sakralbau im Herzen der französischen Hauptstadt, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Am frühen Dienstagmorgen erklärte die Feuerwehr den Brand für «unter Kontrolle und teilweise gelöscht», wie die französischen Medien berichteten. Es gebe lediglich noch einzelne Glutnester, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt, bislang wird dabei die Spur eines Unfalls verfolgt. Das Feuer sorgte weltweit für Entsetzen.

Serbische Medien nennen Brand «göttliche Strafe»

Serbien anerkennt die Unabhängigkeit der ehemaligen Provinz Kosovo noch immer nicht. Zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs wurde in Frankreich die kosovarische Flagge gehisst, was Serbien als «Skandal» bezeichnete. Am Montag haben zwei serbische Boulevardblätter den Grossbrand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame als göttliche Strafe für das Hissen der kosovarischen Flagge vor einem Jahr bezeichnet. «Der Zorn Gottes hat sie eingeholt», war nach Beginn des Feuers auf den Webseiten von «Alo» und «Informer» zu lesen.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic sprach Frankreich nach dem Unglück seine Unterstützung aus. «Alle Serben sind traurig», erklärte er. Sein Land stehe bereit, «beim Wiederaufbau dieses Symbols der französischen Zivilisation und der Welt zu helfen». Die beiden regierungsnahen Zeitungen «Alo» und «Informer» nahmen die Artikel noch am Montagabend wieder von ihren Seiten. (sda/dpa/cbe/log)



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