11.01.2019

Liquidation der TagesWoche

Geplantes Medienprodukt erhält Konkurrenz

Der Verein Medienzukunft Basel will ein unabhängiges Onlinemedium aufbauen und buhlt damit um Fördergelder.
Liquidation der TagesWoche: Geplantes Medienprodukt erhält Konkurrenz
In Basel konkurrieren zwei Medienprojekte um eine Million Franken. (Bild: Keystone/Gaëtan Bally)

Kurz nachdem bekannt wurde, dass die Basler «TagesWoche» ihren Betrieb einstellen muss, wurde ein neues Printprodukt in Aussicht gestellt. Am Konzept werde schon lange gearbeitet, hiess es (persoenlich.com berichtete). Diesem Konzept steht nun ein weiteres Konzept gegenüber.

Autor Guy Krneta hat Ende 2018 den Verein Medienzukunft Basel mitgegründet, um ein unabhängiges Onlinemedium aufzubauen. Im Auftrag des Vereins erarbeiteten Matthias Zehnder, ehemaliger Chefredaktor der «bz Basel», und Hansi Voigt, Gründer von «Watson», ein Konzept, wie die «Wochenzeitung» berichtet. Voigts Vorschlag ist es laut der Vereins-Website, ein Medium zu schaffen, das seine technische Infrastruktur mit anderen regionalen Onlinemedien gemeinsam nutzt. Auf diese Weise könne ein Pool an journalistischen Inhalten entstehen, aus dem sich die einzelnen Medien bedienen – möglicherweise auch mit einem gegenseitigen Vergütungssystem. Im Gegentrend zu den grossen Medienhäusern werde hier eine föderalistische Struktur aufgebaut, die national den Blick aus den Regionen vernehmbar mache. Das Abo soll laut WOZ lediglich 40 Franken pro Jahr kosten.

Beide Projekte buhlen nun um Fördergelder. Die Stiftung für Medienvielfalt stellt eine Million Franken für die Umsetzung eines neuen Basler Medienprojekts zur Verfügung. «Wir als Stiftungsrat haben das Interesse, dass das bestmögliche Medienprodukt für die Region Basel realisiert wird», sagt Andreas Miescher von der Stiftung für Medienvielfalt gegenüber der WOZ. (cbe)

 



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