Die Probeaufnahmen vom Magazin «Gesichter und Geschichten» im neuen News- und Sportcenter von SRF sind wegen der Farbgebung nicht zufriedenstellend gelaufen, wie die Aargauer Zeitung und Watson am Donnerstag vermeldeten. Deshalb lehnt sich die Redaktionsleiterin Paola Biason gegen den Umzug der Sendung in das neue Studio auf.
Seit März sollte das Gesellschaftsmagazin eigentlich aus dem News- und Sportcenter in Leutschenbach senden – und zwar aus denselben Studios wie «Tagesschau» und «10 vor 10» (persoenlich.com berichtete). Doch die Probeaufnahmen verliefen laut SRF-Mitarbeitern ausserordentlich schlecht. Das rote Farbdesign, das in den News-Sendungen heraussticht, könne nicht gedämpft werden, heisst es weiter.
Das Rot stelle aber laut der Zeitung ein Problem für das Konzept von «G&G» dar. Das Magazin vollzog erst vor zweieinhalb Jahren einen Wechsel von «Glanz und Gloria» zu «Gesichter und Geschichten», welches seine neue Positionierung als Gesellschaftsmagazin mit Pastelltönen unterstreichen will. Paola Biason hat daher bei den Verantwortlichen des Schweizer Fernsehens gegen den Umzug reklamiert – mit Anerkennung einiger SRF-Mitarbeitern und mit Erfolg.
«Im Probebetrieb haben wir festgestellt, dass die Anforderungen betreffend Gestaltung, Farbgebung und Licht grössere Anpassungen notwendig machen, sodass für die Sendungsmigration mehr Zeit benötigt wird», teilt SRF den CH-Media-Zeitungen mit. Die Umzugspläne seien aber nicht komplett vom Tisch. Darüber hinaus verursache die Weiternutzung des alten Studios durch «G&G» Mehrkosten, da das Studio zur Ausbildung von Mitarbeitenden verwendet werden soll. (yk)

