11.08.2019

Klimagipfel

Greta Thunberg kritisiert Medien scharf

Die Klimaaktivistin hat beim «Smile for Future»-Kongress der Klimajugend in Lausanne Journalisten aus dem Saal werfen lassen. Eine Begründung für die Entscheidung bekamen die Medienschaffenden nicht.
Klimagipfel: Greta Thunberg kritisiert Medien scharf
Hatte von den Medien die Nase voll: Medienaktivistin Greta Thunberg. (Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott)

Die rund 450 Klimaaktivisten aus aller Welt haben sich in einer Abschlusserklärung auf drei Kernforderungen geeinigt. Die Klimagerechtigkeit und -gleichheit müsse gewährleistet werden, lautet eines der Anliegen. Der globale Temperaturanstieg soll unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau gehalten werden. Weiter sollen in der Klimapolitik die besten verfügbaren wissenschaftlichen Arbeiten berücksichtigt werden.

Seit Montag hatten sich die jungen Aktivisten an der Universität Lausanne versammelt. Auf dem Programm standen Konferenzen, Workshops und Plenarsitzungen. Ziel der Veranstaltung war es, einen globalen Zusammenhalt der Klimaaktivisten zu schaffen und deren Protest international zu koordinieren. Auch die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg nahm am Gipfel teil.

Der Kongress wurde von Streitereien und Negativ-Schlagzeilen überschattet. Für die schlechte Stimmung verantwortlich seien die Medien, sagte die 16-jährige Thunberg am Freitag. Die Schwedin plädierte am letzten Kongresstag dafür, die Journalisten auszuschliessen, «weil sie es sonst darstellen, als hätten wir Streit». Wie der «Blick» berichtet, hätten die Teilnehmer dieser Forderung zugestimmt. Die Medien mussten den Saal verlassen – ohne weitere Begründung. Lange wurde der Medienboykott jedoch nicht aufrechterhalten. Nach wenigen Minuten durften die Journalisten wieder zurück in den Saal. (cbe/sda)

 

 



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