26.01.2021

Tele 1

«Ich bin ganz klar beruflich eine Rampensau»

Damian Betschart wird das neue Gesicht des Zentralschweizer TV-Senders Tele 1. Dafür hängt er seinen Moderationsjob bei Blick TV an den Nagel. Der 36-Jährige spricht über das Pionierprojekt, das er hinter sich lässt, und das «unschlagbare Paket», welches ihn nun erwartet.
Tele 1: «Ich bin ganz klar beruflich eine Rampensau»
«Ich habe viel gelernt in der Zeit bei Blick TV. Vor allem auch über mich selbst», sagt Moderator Damian Betschart. (Bild: Fabio Schmid)
von Christian Beck

Herr Betschart, Sie wechseln zu Tele 1 in die Provinz (persoenlich.com berichtete). Warum nicht gleich zu SRF?
Ich würde Tele 1 und Radio Pilatus keineswegs als Provinz bezeichnen. Es ist meine Heimat, der Ort, an dem mein Herz höherschlägt und meine Familie zu Hause ist. Ich bin und war immer der Meinung, dass sich gute, ehrliche Arbeit immer bezahlt macht. CH Media hat grosses Interesse an meiner Arbeit und meiner Person gezeigt, und dies schätze ich sehr. Ich bin dankbar, bei Tele 1 meine Leidenschaft leben zu dürfen und mich weiterzuentwickeln.

Ihr Wechsel zu Tele 1 ist gleichzeitig auch eine Rückkehr. Was reizt Sie an der neuen Aufgabe dort?
Einerseits kenne ich viele Gesichter, andererseits hat sich seit meinem Abgang vieles weiterentwickelt, wie im Onlinebereich mit der innovativen Plattform PilatusToday und weiteren neuen Ideen, welche hinzugekommen sind. Ich freue mich darauf, mein Know-how weitergeben zu dürfen, mit einem engagierten Team neue Formate und Ideen umzusetzen. Besonders freue ich mich auch auf echte Geschichten, welche ich den Tele-1-Zuschauern in ihr Wohnzimmer bringen darf. Der Mix aus TV, Radio und Online ist ein unschlagbares Paket für mich, bei welchem ich all meine Stärken ausspielen kann.

«Seit dem Start von Blick TV wurde ich gefordert, aber auch gefördert»

Sie verlassen Blick TV und damit DAS Zukunftsprojekt der Schweizer Medienbranche. Wurden Ihre Erwartungen nicht erfüllt?
Seit dem Start von Blick TV wurde ich gefordert, aber auch gefördert. Meine Vorschläge und Ideen wurden ernst genommen, ich fühlte mich «gebraucht». Mittlerweile kann ich sagen, dass der «Charre» läuft. Ich denke, dass ich viel bewirken konnte und mit meiner Art zu einem guten Klima beigetragen habe. Auch die Tatsache, dass meine Idee vom eigenen Format («Blindspot») umgesetzt wurde, macht mich stolz und dankbar. Ich denke, Blick TV hat noch eine grosse Zukunft vor sich – und ich werde immer dankbar sein, dass ich bei diesem Pionierprojekt dabei sein durfte.

Was nehmen Sie sonst noch mit von Ihrer Zeit bei Blick TV?
Ich habe viel gelernt in der Zeit bei Blick TV. Vor allem auch über mich selbst. Zum Beispiel, dass mich eine grosse «Marke» und die damit verbundene Reichweite alleine auch nicht glücklich machen kann. Was ich mitnehme, sind viele neue Eindrücke, neue Denkweisen, neue Freunde. Ich bin jemand, der gerne auch zu Arbeitskollegen ein gutes Klima pflegt – deshalb freue ich mich auch auf Beziehungen über Medienhaus-Grenzen hinaus.

Und auf was verzichten Sie gerne?
Auf das unglaublich frühe Aufstehen – und den Moment, wenn während einer Livesendung die Stimme aus der Regie sagt: «Damian, mach etwas Fläche, erzähl irgendwas, wir haben noch kein Livesignal von der Medienkonferenz.»

«Wer weiss, ob ich heute überhaupt vor der Kamera stehen würde»

2009 wollten Sie «SwissDate»-Moderator werden. Fast hätten Sie es geschafft, mussten dann aber Gabriela Ursprung den Vortritt lassen. Sind Sie im Nachhinein froh drum?
Mein Motto war schon immer, dass alles seinen Grund hat. Ich denke, diese Castingshow hat mir keineswegs geschadet. Im Gegenteil. Wer weiss, ob ich heute überhaupt vor der Kamera stehen würde, wenn ich diesen Weg nicht gegangen wäre (Anm. d. Red.: «SwissDate» wurde im Sommer 2010 eingestellt). Ich bin also froh über den zweiten Platz, welchen ich beim «SwissDate»-Casting erreichen konnte.

Sie hatten schon einige Stationen bei den Medien. Immer wieder zieht es Sie vor die Kamera. Sind Sie eine Rampensau?
Ich bin ganz klar beruflich eine Rampensau! Wenn das «Licht» angeht, bin ich zu 200 Prozent da. Privat mag ich es etwas ruhiger. Im Rampenlicht fühle ich mich aber einfach wohl. Es gibt Menschen, die lieben es zu kochen. Andere haben eine Leidenschaft fürs Busfahren. Ich strahle, wenn ich andere Menschen mit meiner Art vor der Kamera oder am Mikrofon begeistern kann.



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