17.12.2014

Ringier

Marc Walder holt Spezialisten aus den USA

Fünf-Punkte-Plan soll so schnell wie möglich umgesetzt werden.
Ringier: Marc Walder holt Spezialisten aus den USA

Ringier-CEO Marc Walder hat sich während seinem Besuch in New York zu einem Fünf-Punkte-Plan inspirieren lassen. Dieser soll dafür sorgen, dass das Verlagshaus die digitale Revolution nicht verpasst. Im Vergleich zu den USA würden Schweizer Medien ohnehin schon zwei Jahre hinterherhinken, hielt Walder in einem Interview mit der "FAZ" fest. Sein Plan sieht vor, in Zukunft vermehrt auf mobile Inhalte, Social Media und Videos zu setzen, zudem seien Technologie-Investitionen und kreativere Werbung notwendig (persoenlich.com berichtete).

Im Interview mit dem Ringier-Unternehmensmagazin "Domo" wird Walder nun konkreter: Um den Plan umzusetzen, holt Ringier Spezialisten aus den USA in die Schweiz. "Es gibt Dinge, die in den USA zurzeit besser gemacht werden. Es gibt keinen Grund, warum wir diese nicht sofort, und ich meine wirklich sofort, bei uns umsetzen", erklärt der 49-Jährige. Die US-amerikanische Medienlandschaft als grosses Vorbild - sie zeige laut Walder, wie sich Inhalte über Social Media verbreiten lassen, interessante Videos präsentiert werden und sich mit der richtigen Technologie eine Seite optimieren lässt.

Gerade bezüglich Videos hätte Ringier die dafür nötige Infrastruktur eigentlich, diese würde nur viel zu wenig genutzt. Im Interview fordert er seine Mitarbeiter dazu auf Fussballer, Politiker, Musiker und Trainer in das Ringier-Studio zu holen und Bewegtbilder vor Ort zu produzieren. Um Teil des Wandels zu sein, ermutigte er sie ausserdem, bei Twitter dabei zu sein, sich digital weiterzubilden und zu schauen, was andere tun.

Ziel von Walder ist es, auf den modernen Newsroom 2.0 einen noch fortschrittlicheren Newsroom 3.0 folgen zu lassen. Die dazu benötigten Investitionen seien bereits im Budget 2015 eingeplant: "Als Medienunternehmen hat man nur zwei Möglichkeiten: gesundschrumpfen oder investieren. Wir haben uns bis jetzt immer für Letzteres entschieden", so Walder. Eine Paywall sei aber nach wie vor kein Thema. (nb/Domo)

Bild: Keystone



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