Zwar kamen in den letzten Jahren spezialisierte Blogs sowie Twitter und Facebook als Diskussionsplattform dazu, aber in den klassischen Publikumsmedien gibt es nicht mehr viele institutionalisierte Formate für Medienkritik – neben Ausnahmen: etwa die «Neue Zürcher Zeitung» mit ihrer samstäglichen Medienseite, SRF mit dem «Medientalk» und dem «Medienclub» sowie die Kolumnen in der «Sonntagszeitung», «NZZ am Sonntag», WoZ oder «Weltwoche».
Kritisch zur Konkurrenz
In diese Reihe gehörte auch die «Schweiz am Wochenende». Wer bei Medienthemen auf dem Laufenden sein wollte, kam am Sonntagsblatt aus dem Hause Peter Wanner nicht vorbei. Regelmässig waren dort Primeurs zu lesen, Hintergründiges zum Medienwandel oder auch Kritisches über die Aktivitäten der Konkurrenzverlage.
Mit der Umstellung auf die «Schweiz am Wochenende» vom Februar/März 2017 verschwand jedoch die fixe Medienrubrik. Warum dieser Schritt? Waren diese Themen bei den Lesern unbeliebt? Wurde es schwieriger, über Medienthemen zu berichten oder kann man so sparen? «Das gibt uns mehr Flexibilität. Die starre Medienseite war in einzelnen Wochen zu wenig Platz und in anderen Wochen zu viel», begründet Chefredaktor Patrik Müller den Schritt.
Anderer Platz für Medienthemen
Die Medienkolumne werde weitergeführt, neu auf der Doppelseite «Meinung», betont Müller. Zudem veröffentlicht er Mediengeschichten und Artikel über Digitales und Zukunftsthemen neu im Ressort «Wirtschaft» oder auf der «Morgen»-Seite im «Wochenende»-Bund.
KOMMENTARE
21.07.2017 12:36 Uhr
21.07.2017 09:06 Uhr
20.07.2017 18:52 Uhr

