Medienhäuser werden aufgrund der drohenden Energienotlage aktiv. Die NZZ hat in einem Schreiben Abonnentinnen und Abonnenten der Printausgabe über «das Risiko einer weiteren Verknappung des verfügbaren Zeitungspapiers in Europa und in der Schweiz» informiert. Das Onlineportal Inside Paradeplatz hat Anfang Woche darüber berichtet und zudem einen Abonnenten zitiert, dem der Brief sauer aufstösst.
«Wie alle anderen Medienhäuser bereitet sich auch die NZZ seit einigen Monaten mit konkreten Massnahmen verstärkt auf eine mögliche Energiemangellage vor», sagt NZZ-Sprecherin Karin Heim auf Anfrage zum Brief. Nebst der ausgeweiteten Lagerhaltung von Zeitungspapier zähle dazu auch die Prüfung, wie man Abonnentinnen und Abonnenten in diesem Fall kontaktieren könnte.
Darum hat die NZZ Print-Abonnentinnen und -Abonnenten im Schreiben darum gebeten, «sich vorsorglich online als Abonnent zu registrieren und ihre E-Mail-Adresse anzugeben». Auch habe man die Print-Abonnenten daran erinnert, dass sie sich für den Zugang zum E-Paper online registrieren könnten, um im Fall von Einschränkungen bei der Distribution der gedruckten Zeitungen den Journalismus der NZZ online zu nutzen, wie Heim weiter mitteilt.
An wie viele Adressaten der Brief verschickt wurde und wie viele sich seither online registriert haben, wollte die NZZ auf Anfrage nicht mitteilen. Von negativen Reaktionen auf das Schreiben weiss die NZZ nichts: «Es gab keine aussergewöhnlichen Rückmeldungen.» (wid)
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22.09.2022 18:32 Uhr

