21.06.2000

Zeitschriften veranstalten Internet-Auktion

Dem berüchtigten Sommerloch haben seit zwei Jahren die führenden Zeitschriften mit der Sommerhoch-Kampagne den Kampf angesagt. Für diesen Sommer haben sie sich eine neue Aktion einfallen lassen: eine Online Media-Auktion. Die Anzeigenkunden können dabei den Preis für ihre Inserate selbst bestimmen. Der Erfolg: Während man früher Rabatte von bis zu 30 Prozent gab, verkauft man heute zu vollen Preisen. Schliesslich erfahren die Zeitschriften auch im Sommer keinen Leistungseinbruch.
Zeitschriften veranstalten Internet-Auktion

Während die TV- und Kino-Zuschauerzahlen im Sommer merklich zurückgehen, werden Zeitschriften nicht weniger gelesen. Im Gegenteil: Im Sommer hat der Leser in der Regel sogar mehr Zeit. Trotzdem gaben die führenden Zeitschriften der Schweiz bis vor zwei Jahren in der heissen Jahreszeit Rabatte von bis zu 30 Prozent. Um auf die Kraft der Zeitschriften aufmerksam zu machen, trafen sich vor über zwei Jahren die Verlags- und Verkaufsleiter von führenden Medienhäusern, um die natürliche Feindseligkeit für einmal abzulegen und gemeinsam an einem Strick zu ziehen: Annabelle, Beobachter, Bilanz, Facts, Glückspost, Schweizer Familie, Schweizer Illustrierte, Meyers, Tele und TR7.

Den Pitch der Interessengemeinschaft, die 2,6 Millionen Leser erreicht, gewann ungewöhnlicherweise eine Mediaagentur: Bemberg, Gedenk, Media AG. Duke Seidmann von Ringier sagt: "Wir wollten nicht einfach eine Idee eines Kreativen, sondern jemanden mit der Aufgabe betrauen, der die Situation wirklich kennt." Die Mediaagentur tat sich daraufhin mit Walter Rüegg von Rüegg Werbung zusammen und mit Hans Ott von update, der für die Website zuständig ist.

Nach zwei Sommern mit der bekannten Sommerhoch-Kampagne startet für diesen Sommer nun folgende Kampagne: Die Zeitschriften veranstalten am 18. September unter www.fuehrendeZeitschriften.ch eine Internet-Auktion, in der zehn Anzeigen versteigert werden. Das Angebot: je 1 Farbseite in den beteiligten Zeitschriften, in der Ausgabe von Woche 43, im Gesamtwert von rund 164'000.- Franken. Das beste Gebot erhält nach 10 Tagen Auktionsdauer den Zuschlag. In der Kampagne wollen die Zeitschriften zum Ausdruck bringen, dass der Tausend-Kontakt-Preis der führenden Zeitschriften sehr tief ist. Anzeigenkunden erhalten überdies eine TKP-Planungshilfe per Internet. Beobachter-Verlagsleiter Markus Marchel fasst zusammen: "Während die wichtigsten 150 deutschen Zeitschriften einen Teil ihrer Auflage am Kiosk absetzen, sind die 15 Schweizerischen zwischen 80 und 100 Prozent abonniert. Deshalb hat auch kaum einer von uns wirklich einen Leistungsabfall im Sommer. Das wollen wir zeigen." http://www.fuehrendeZeitschriften.ch/.

Begleitet und beworben wird die Aktion mit einer konzentrierten Kampagne in der Fachpresse und einem Mailing an Anzeigenkunden und Mediaplaner. Auftraggeber: www.fuehrendeZeitschriften.ch; Agentur: Rüegg Werbung (Walter Rüegg, CD; Tamaki Yamazaki und Ondrej Maczko, Grafik; Hans Peter Brugger und Christoph Stokar (Text), Claudia Siegfried Gut und Susanne Stüber (Beratung).



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