18.05.2005

BPRG

Diskussionsrunde zur Fettleibigkeit

Schweizer Bevölkerung leidet an Übergewicht.

Über ein Drittel der Schweizer Bevölkerung ist übergewichtig. Gerade bei Kindern und Jugendlichen steigt dabei in den letzten Jahren die Fettleibigkeit in alarmierendem Ausmass. Kann ein roter Kleber auf energiereichen Lebensmitteln hier Abhilfe schaffen? Ist Xenical die Lösung? Hilft der Benecol-Drink von Emmi?

Rund 3 Milliarden Franken Kosten im Gesundheitswesen begründen sich in der Schweiz durch Übergewicht und dessen Folgeerscheinungen. Kein Wunder also, dass der Bundesrat sich Gedanken macht, wie die Bevölkerung ihre Pfunde auf der Waage und damit die finanziellen Belastungen des Bundes reduzieren können.

Die BPRG-Vorstandsmitglieder Sibylle Hänni (ganz rechts) und Karin Schrag (ganz links) organisierten am 12. Mai eine Diskussionsrunde zum Thema. Mit dabei drei Experten aus verschiedenen Branchen: Karin Brüschweiler, Product Manager Xenical der Roche Pharma (Schweiz) AG, 2.v.l., Christine Dual-Fleckenstein, Ernährungswissenschafterin, 2.v.r., und Stephan Wehrle, Leiter Konzernkommunikation der Emmi AG, Mitte.

Die BPRG-Vorstandsmitglieder Sibylle Hänni (ganz rechts) und Karin Schrag (ganz links) organisierten am 12. Mai eine Diskussionsrunde zum Thema. Mit dabei drei Experten aus verschiedenen Branchen: Karin Brüschweiler, Product Manager Xenical der Roche Pharma (Schweiz) AG, 2.v.l., Christine Dual-Fleckenstein, Ernährungswissenschafterin, 2.v.r., und Stephan Wehrle, Leiter Konzernkommunikation der Emmi AG, Mitte.

Das "Ampelsystem“ zur Lebensmittelkennzeichnung stiess auf ein geteiltes Echo: Die Ernährungswissenschaftlerin, die sich mit dem Thema schon seit Jahren auseinandersetzt, ist generell dafür. Sie war an der Entwicklung des Food-Label-Programms, das die Schweizerische Herzstiftung bereits vor Jahren nach ausländischen Vorbild entwickelte, dabei.

Stephan Wehrle von Emmi zeigte sich verständlicherweise eher wenig begeistert: Verkaufsfördernd wird es wohl nicht sein, wenn auf einer Energy-Milk ein Kleber prangt, der „Finger weg, zuviel Fett und Zucker!“ suggeriert. Ob so ein System wirklich adipöse Personen mit einem Body-Mass-Index über 30 motivieren kann, auf ihre Ernährung zu achten, stellte auch Xenical-Managerin Brüschweiler in Frage. Und präsentierte die ernüchternde Erkenntnis, dass stark fettleibige Personen es höchstens schaffen, ihr Gewicht langfristig um 5 bis10 Prozent zu senken.

Für allgemeine Heiterkeit und unterschwellig leises Grauen ("Verbirgt sich so etwas wirklich unter meinem strammen Oberhemd?“) sorgte ihr mitgebrachtes Gadget -- ein 500 Gramm schwerer "Fettbrocken“ aus schlabbrigem Silikon, den die rund fünfzig BPRG-Anwesenden andächtig von Hand zu Hand wandern liessen. Dass ausgewogenes Essen, Bewegung und gezielte Entspannung den einzigen Weg zum gesunden Wohlfühlgewicht darstellen, hier herrschte allerorten Einigkeit.



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