02.01.2020

Persönlichkeiten 2019

«Ich wurde zum zweiten Mal Grossvater»

Verkauf von Planet 105, Jubiläen von Radio 24 und TeleZüri, der Streit mit Salomé Balthus, die Rüge vom Ombudsmann und das Aus von «Schawinski» auf SRF: Roger Schawinski blickt auf ein bewegtes Jahr zurück.
Persönlichkeiten 2019: «Ich wurde zum zweiten Mal Grossvater»
Hat ein Jahr hinter sich mit grossen Jubiläen, Streit und auch mit Erfreulichem, besonders im privaten Bereich: Roger Schawinski, Journalist und Medienunternehmer, hier an einem Anlass in Bern. (Bild: Keystone/Peter Schneider)
von Edith Hollenstein

Herr Schawinski, was war für Sie das emotionalste Ereignis im 2019?
Ich schaue lieber vorwärts als zurück. Das Ende meiner Fernsehsendung beschäftigt mich zurzeit am meisten.

Im Vergleich mit dem Dezember 2018: Um welche Erkenntnisse sind Sie persönlich reicher geworden in diesem Jahr?
Es geschehen noch immer Dinge in meinem Leben, die man schlicht nicht für möglich hält. So werde ich kurz vor meinem 75. Geburtstag häufig gefragt, was denn mein nächstes Projekt ist. Ich weiss nicht, ob dies ein Kompliment ist oder ob man mich unter Druck setzen will.

Mit Blick auf die Weltpolitik und die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Schweiz: Was hat Sie im 2019 am meisten beunruhigt?
Trump.

Und was hat Sie gefreut?
So vieles. Vor allem im privaten Bereich. So wurde ich dieses Jahr zum zweiten Mal Grossvater. Und meine drei Kinder, mit denen ich in engem Kontakt stehe, entwickeln sich prächtig.

«Ich bin ja noch jung und dynamisch»

Welches war für Sie persönlich die schwierigste Entscheidung in diesem Jahr?
Ich habe mich entschieden, endlich mein durch zehn Marathons lädiertes Knie operieren zu lassen.

Ich nehme an, das bereuen Sie nicht. Oder doch?
No risk, no fun. Und ja: Hinterher ist man gescheiter…

Vor 40 Jahren hatten Sie einen Radiosender lanciert, dieses Jahr verkauften Sie Ihren Sender 105: Was haben Sie mit Radio 1 vor?
Mit Radio 1 werde ich noch viel Spass haben. Ich bin ja noch jung und dynamisch. Und Radio hält sich im Vergleich zu anderen Medien erstaunlich gut. Das freut mich ungemein.

Wie beurteilen Sie die Bewegtbild-Offensiven von 20 Minuten und Blick?
Schaumermal. Ich bin gespannt auf den USP dieser Angebote. Ohne den wird es wohl nichts werden.

«Ich arbeite konzentriert an meinem neuen Buch»

Sie haben es eingangs gesagt: Momentan beschäftigt Sie vor allem Ihre letzte Sendung bei SRF. Markus Somm schrieb über Sie: «unter seinem Skalpell sind alle gleich». Fühlt es sich tatsächlich an, als würden Sie per Ende März Ihr Skalpell weglegen?
Erstens gibt es kein Skalpell. Zweitens ist jeder Gast anders. Und drittens mache ich ja weiter mit «Doppelpunkt» und «Roger gegen Markus» bei Radio 1. Und in Bezug auf Fernsehen? Das Leben ist voller Überraschungen.

Wissen Sie, wer als allerletzter Gast kommen wird?
Nein. Aber es gibt bereits Angebote.

Wie verbringen Sie die Festtage und Silvester?
Ich arbeite konzentriert an meinem neuen Buch. Vielleicht spiele ich etwas Golf. Und dann setze mich mit meiner Familie an die Sonne und erfreue mich des Lebens.

Was wünschen Sie sich fürs 2020?
Gesundheit. Gesundheit. Gesundheit.

Was erwarten Sie vom 2020?
Es bleibt extrem spannend.

Roger Schawinski hat die Fragen schriftlich beantwortet.

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In der Serie «Persönlichkeiten 2019» lassen wir Menschen, die im vergangenen Jahr von sich reden machten, nochmals zu Wort kommen.
Weitere «Persönlichkeiten 2019» finden Sie unten aufgelistet sowie auf der Übersichtsseite.

 



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