09.10.2021

Die Antwort

Den E-Bikes ein Gesicht gegeben

Die Stadtpolizei Winterthur appelliert in der neuen Präventionskampagne auf Sympathie – für die Zweiräder.

E-Bikes sind von Schweizer Strassen nicht mehr wegzudenken. Vielen dienen sie nicht nur als sportliche Aktivität, sondern als Hauptverkehrsmittel fürs alltägliche Vorankommen. Die saubere Alternative zu kraftstoffbetriebenen Fahrzeugen ist in Punkto Sicherheit aber nicht zu unterschätzen. Statistiken zeigen, dass sich die Anzahl selbstverschuldeter E-Bike-Unfälle – darunter auch tödliche – stark erhöht hat.

Die Stadtpolizei Winterthur setzt sich aktiv für den sicheren Umgang mit den modernen Zweirädern ein und appelliert in der neuen Präventionskampagne von der Zürcher Agentur Die Antwort auf Sympathie. Auf Sympathie für das E-Bike, wie es in einer Mitteilung heisst.

Laut Verkehrsunfallstatistik der Stadt Winterthur waren 2020 «rund drei Viertel der schwer verletzten Personen mit einem Zweirad unterwegs (Fahrräder, E-Bikes, Motorräder)». Die Anzahl Unfälle mit Fahrrädern seien rückläufig, aber die Anzahl Unfälle mit E-Bikes hingegen hätten von 2019 auf 2020 jedoch um knapp 50 Prozent zugenommen. In der grossen Mehrzahl der Fälle handle es sich um Schleuder- oder Selbstunfälle, also Unfälle, in die kein anderer Verkehrsteilnehmer direkt involviert gewesen sei.

Die Kampagne macht daher nicht Automobilisten auf E-Bikes aufmerksam, sondern spricht die Betroffenen selbst an. Dabei setzt die Kampagne anstelle von abschreckenden Unfall-Fotos auf Leichtherzigkeit und Sympathie. Nur gilt diese Sympathie nicht anderen Verkehrsteilnehmenden oder den E-Bikerinnen und E-Bikern – sondern den E-Bikes. Ganz nach dem Motto: «Wenn man schon nicht an sich selbst denkt, dann doch wenigstens an das E-Bike.»

Denn ein E-Bike will auch keinen Schaden erleiden. Deshalb gibt Kampagne dem E-Bike ein Gesicht, das je nach Fahrstil eine andere Emotion ausdrückt. Es ist am glücklichsten, wenn man vorsichtig fährt, skeptisch, wenn man unsicher unterwegs ist und brummig, wenn die Sicherheit gar nicht beachtet wird.

In der Kampagne werden «Happ-E-Bike», «Scepti-E-Bike» und «Grumpy-E-Bike» nun sowohl in digitaler Form – eine Social-Kampagne – wie auch auf Plakaten in der Stadt Winterthur zu sehen sein. Die Ampelfarben der Plakate machen dabei die Botschaft schon von weitem deutlich. Weiter so; Vorsicht geboten; oder lieber einen Gang runter schalten. (pd/cbe)



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