01.10.2021

Gewalt gegen Medienschaffende

20-Minuten-Mitarbeitende erzählen

In einem Video schildern Journalistinnen und Journalisten, wie sie psychische und physische Gewalt in ihrem Alltag erleben. Auch 20-Minuten-Chefredaktor Gaudenz Looser nimmt im Beitrag Stellung.
Gewalt gegen Medienschaffende: 20-Minuten-Mitarbeitende erzählen
Drei Mitarbeitende von 20 Minuten schildern von ihren Erfahrungen, darunter Lena Wilczek (links) und Monira Djurdjevic. (Bilder: Screenshot 20 Minuten)

Drohungen und sogar körperliche Gewalt gegen Medienschaffende nehmen zu. An Corona-Demonstrationen kommen mittlerweile Personenschützer zum Einsatz, um Journalistinnen und Journalisten zu schützen (persoenlich.com berichtete).

«Wir werden angeschrien, angepöbelt oder auch rumgeschubst», so Lena Wilczek, Co-Leiterin Video, in einem Beitrag, der am Freitag auf 20min.ch veröffentlicht wurde. Abends können schon mal Tränen fliessen, sagt sie. Ein anderer Journalist, der hinter einer Schattenwand sitzt, schildert, wie er während eines Livestreams von einem «Mann mittleren Alters» tätlich angegangen wurde: «Er hat mir einen Schlag auf den Nacken verpasst.»

Monira Djurdjevic, Leiterin Ressort Zürich, berichtet im Video von beleidigenden Mails – dies hauptsächlich wegen ihres Nachnamens: «Es sind Beleidigungen oder Anfeindungen, die keine konstruktiven Lösungen oder Vorschläge bringen.» Eine weitere Redaktorin liest einige der bei 20 Minuten eingegangenen E-Mails vor.

Am Schluss des Videobeitrags nimmt auch 20-Minuten-Chefredaktor Gaudenz Looser Stellung: «Zum Streiten gehören Bedrohungen, Beschimpfungen und Gewalt nicht dazu.» Wer Journalistinnen oder Journalisten beschimpfe, angreife oder verletze, der greife nicht nur einen Menschen, sondern auch die Demokratie an. Looser: «Wir wehren uns dagegen und verfolgen Täter konsequent mit einer Strafanzeige.» (cbe)



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Kommentare

  • Jörg Schlenker, 04.10.2021 09:52 Uhr
    Jürg Streuli bringt es auf den Punkt. Dem ist nichts hinzuzufügen.
  • Jürg Streuli, 02.10.2021 12:27 Uhr
    Jede Gewalt ist zu verurteilen. Doch gibt es auch die publizistische Gewalt. Die Hetze, welche die Boulevardpresse gegen Impfskeptiker veranstaltet, ist nichts anderes. Die ständigen Versuche, die Impfskeptiker zu kriminalisieren nehmen Ausmasse an, welche an überwunden geglaubte Zeiten erinnern. Bedenklich ist ebenso die Fütterung von staatstreuen Medien mit Informationen aus dem BAG.
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