Der Fall Roshani/Canonica beschäftigt weiterhin die Medien, auch die Süddeutsche Zeitung. Am Freitag schrieb das Münchner Blatt über die ganze Angelegenheit. Im ausführlichen Artikel wird ein Tamedia-Sprecher zitiert, der den ganzen Fall zwar bedauert, dennoch hoffe das Verlagshaus auf eine Klärung und – Zitat – «gerechte Lösung».
Zitiert wird auch aus dem Untersuchungsbericht, den Verleger Pietro Supino bei einer Anwaltskanzlei Ende 2021 in Auftrag gegeben hatte. Bisher machte Tamedia nur eine Kurzzusammenfassung publik (persoenlich.com berichtete). Wie persoenlich.com als Erstes unter nur wenigen Medien überhaupt am Mittwoch berichtete, hatte Radio-1-Chef Roger Schawinski Details des Gutachtens auf seinem Radiosender live vorgelesen.
Fazit der Süddeutschen Zeitung: Der Bericht ergebe ein «ein überraschendes Bild, das radikal von dem abweicht», das Roshani im Spiegel gezeichnet hatte. Er entlaste Canonica in vielen Punkten. Pikant: Co-Chefredaktorin der Süddeutschen Zeitung ist die ehemalige Tages-Anzeiger-Chefredaktorin Judith Wittwer.
Die Süddeutsche Zeitung berichtete bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Falles. (ma)

