Nächste Woche wird der SRG-Verwaltungsrat voraussichtlich bekannt geben, wer neuer SRF-Direktor wird. Bereits aus dem Rennen ist Ueli Schmezer. Der «Kassensturz»-Moderator hatte sich ebenfalls beworben, wie die «Sonntagszeitung» im August berichtet hatte.
Daraus wird aber nichts. Schmezer hat eine Absage erhalten, wie er auf medienwoche.ch ausführlich darlegt. Dort steht, dass das Auswahlgremium, der sogenannte Nominationsausschuss, Schmezer nicht einmal anhören wollte. «Ich hätte mindestens erwartet, dass man mit mir ernsthaft spricht. Nach der Absage war ich enttäuscht über den Prozess», sagt Schmezer im Interview mit medienwoche.ch. Er habe darum ein Wiedererwägungsgesuch formuliert. «Ein recht langes Schreiben mit allen Gründen, warum ich finde, dass man trotz meiner mangelnden Führungserfahrung vielleicht doch mit mir hätte sprechen können», so Schmezer. Aber auch auf dieses Gesuch sei vom Ausschuss direkt ein Nein gekommen «und nicht die geringste inhaltliche Reaktion».
Schmezer gibt an, sich gefragt zu haben, «wie offen dieses Wahlverfahren überhaupt ist». Die Funktion der SRF-Direktion sei wichtig und habe es verdient, dass ergebnisoffen in alle Richtungen gesucht wird – was, wie es heute scheint, nicht geschehen sei. Schmezer weiss «von ein paar valablen Figuren, die der Headhunter gar nicht erst kontaktiert hat». (eh)
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