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Grosse Liebe

Matthias Ackeret

Auf wenig sind die Schweizer wirklich stolz: das Matterhorn, Roger Federer und Google (seit genau 15 Jahren hier). Zwischen der Schweiz und Google, befand Ex-Wirtschaftsminister Schneider-Ammann, bestehe eine Liebesbeziehung. Dass Liebe befruchtet, ist bekannt. Bei Google ist dies der Fall.

In ihrer ersten Niederlassung am Limmatquai arbeiteten zwei Mitarbeiter, heute sind es 3000. Dass Google – zusammen mit Facebook – mittlerweile fast 2 Milliarden Werbefranken abräumt, zeigt nur, dass auch die grösste Liebe Leiden verursachen kann.

Doch nun kommt der nächste Coup: «Google for Jobs» will sich – gemäss «Handelszeitung» – auch auf unser Land ausweiten. Dagegen ist jede SRG-Strategie müde Folklore. Vielleicht der Grund, warum Tamedia und Ringier in der Berichterstattung so zurückhaltend sind. Ihr eigenes Portal jobs.ch, vor sieben Jahren für 390 Millionen Franken hälftig erworben, ist für beide Verlagshäuser lebenswichtig. Zuviel Publizität für die neue Konkurrenz wäre brandgefährlich.

Solche Sorgen wären berechtigt: In Deutschland wurde das neue Jobportal innert einer Woche Branchenleader. Der deutsche Verlegerverband sah rot und intervenierte bei der EU. Hier ist man viel toleranter: «Google und die Schweiz – eine Liebesgeschichte», titelte eine dem «Tagi» beigelegte PR-Beilage. Wir Schweizer wissen: Bei uns lieben sogar die Kühe ihre Metzger.


Matthias Ackeret ist Verleger und Chefredaktor von «persönlich».

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Kommentare

  • Walter Schärer, 22.07.2019 09:15 Uhr
    Für "Google for Jobs" bieten wir ein kostenloses Wordpress-Plugin: Damit lassen sich Stelleninserate so auf der eigenen Webseite publizieren, dass sie automatisch mit den Google for Jobs Formatierungen publiziert werden. Google findet sie dann einfacher und kann sie präziser ausspielen. Hier ist der Download zu finden https://www.blueglass.ch/jobs-for-wordpress-plugin
  • Rolf Eicher, 22.07.2019 10:37 Uhr
    Mal sehen, ob die satten Gewinne des Branchenleaders ins Wanken kommen. Manche sprechen heute von 60% Marge - schön wäre es, wenn die Auftraggeberseite dadurch profitieren würde (Aufschaltung von Jobs). Ein Wunschdenken vieler Personaldienstleister...

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