16.01.2023

November 2021

Markus Kilb

Twint ist gfm-Preisträger 2021. Die führende Bezahl-App der Schweiz wurde vor sieben Jahren gegründet und hat mittlerweile mehr als 3,5 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer. Der 55-jährige Markus Kilb ist seit drei Jahren CEO des Unternehmens. Gegenüber «persönlich» erklärt er, warum der Siegeszug von Twint noch nicht abgeschlossen sei.
November 2021: Markus Kilb

Herr Kilb, herzliche Gratulation zum gfm-Marketingpreis. Was bedeutet diese Auszeichnung für Ihr Unternehmen?
Der Preis bedeutet uns viel. Zum einen ist er die Anerkennung dafür, dass wir im Marketing, in der Werbung und der Medienarbeit gute Arbeit geleistet haben und dies auch von den Expertinnen und Experten so wahrgenommen wird. Zum anderen ist es eine Bestätigung für die Ausrichtung unseres Unternehmens. 2020 haben wir unsere Organisationsstruktur grundlegend überarbeitet und uns noch einmal konsequent entlang unserer Kundengruppen ausgerichtet. Wir haben sogenannte Customer-Verticals gegründet, die nach den wichtigsten Kundengruppen organisiert sind. Damit soll sichergestellt werden, dass wir über die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens immer in die Richtung arbeiten, einen Mehrwert für die Kundinnen und Kunden zu generieren.

Wie gross ist bei Twint der Stellenwert des Marketings?
Unser gesamtes Unternehmen ist auf den Markt und die Kundschaft ausgerichtet. Im Gesamtmarketing, also über alle Marketing-«P» hinweg, wollen wir eine ideale Kombination schaffen, die im Endeffekt dazu führt, dass unsere Kundinnen und Kunden tatsächlich einen Mehrwert erleben.

Wie kommunizieren Sie das?
Wir haben mit Twint eine der kommunikationsstärksten Apps im Schweizer Markt. Sie wird täglich weit über eine Million Mal gesehen. Sonst arbeiten wir über das gesamte klassische Marketing- und Kommunikationsspektrum: von Social Media über Online bis hin zu klassischen Offlinemedien. Auch die Kommunikationskanäle der Partnerbanken zu ihren eigenen Kunden spielen eine wichtige Rolle für Twint.

Sie nutzen klassische Offlineformate?
Wir richten uns danach aus, wie wir den meisten Mehrwert generieren können. Also dort, wo wir unsere Kunden erreichen und wo sie durch unsere Kommunikation etwas Neues lernen, eine neue Anwendungsmöglichkeit kennenlernen oder einen Vorteil für sich entdecken. Sicherlich könnten wir noch mehr kommunizieren, als es momentan tatsächlich möglich ist.

Warum ist das so?
Jedes Unternehmen nimmt für sich in Anspruch, innovativ zu sein. Wir sind es aber tatsächlich. Wir haben eine sehr hohe Taktzahl in der Realisierung von neuen Anwendungsmöglichkeiten. Wir müssen fokussiert und vorsichtig damit umgehen, welche Neuheit wir in der Kommunikation nach vorne bringen, damit es für den Kunden auch nachvollziehbar ist.

Wer ist der typische Twint-Kunde?
Wir wollen alle Schweizerinnen und Schweizer, die regelmässig mit Bezahltransaktionen in Kontakt kommen, erreichen. Unsere Hauptkundschaft lässt sich in drei Gruppen aufteilen: Konsumenten, Banken und Händler. Unser Auftrag ist es, für jede dieser Kundengruppe einen Mehrwert zu generieren. Da unterscheidet sich die Kommunikation für die Endkunden beispielsweise von jener für die Händler. Von Letzteren haben wir mittlerweile über 100 000. Davon sind rund 50 000 kleine und mittlere Betriebe, wie der Hof- oder der Blumenladen um die Ecke. Für viele von ihnen ist Twint die erste elektronische Bezahlmöglichkeit, die sie anbieten – ohne ein Zahlungsterminal dafür anschaffen zu müssen.



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