16.10.2020

UBS Schweiz

«Qualität geht hier über Quantität»

Die Grossbank lanciert mit «UBS Helpetica» eine neue Vermittlungsplattform für Freiwilligenarbeit. Marketingchef Daniel Fischer und Sonja Kingsley-Curry, Leiterin Strategische Initiativen, sagen im Interview, was es mit dieser Plattform auf sich hat.
UBS Schweiz: «Qualität geht hier über Quantität»
Lancieren «UBS Helpetica» (v.l.): Daniel Fischer, Head of Marketing UBS Switzerland, und Sonja Kingsley-Curry, Head Strategic Initiatives & Brand Management. (Bilder: UBS)
von Matthias Ackeret

Herr Fischer, was veranlasste die UBS, eine Crowd-Volunteering-Plattform ins Leben zu rufen?
Daniel Fischer: Bei «UBS Helpetica» handelt es sich um eine Initiative von UBS Schweiz im Bereich der Nachhaltigkeit. Damit liefern wir einen greifbaren, aktiven und hoffentlich glaubwürdigen Beitrag zur Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeits-Entwicklungsziele in der Schweiz in den Bereichen Umwelt, Soziales, Bildung und Unternehmertum. Mit «UBS Helpetica», einer digitalen Plattform, schaffen wir einen zentralen Ort, der es den Menschen in der Schweiz noch einfacher macht, sich nachhaltig zu engagieren. Dies tun wir gemeinsam mit vielen gemeinnützigen Organisationen in der Schweiz – dies ist ein Gemeinschaftsprojekt von vielen Partnern, unter anderem der Schweizerischen gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) und Benevol Schweiz – und uns als Vermittler und Verstärker. Wir knüpfen dabei an eine über 15-jährige Tradition unseres UBS Corporate Volunteering an. Unsere Mitarbeitenden leisten jährlich Tausende von Stunden Freiwilligenarbeit. Neu ist lediglich, dass wir unser grosses Beziehungsnetzwerk in der Schweiz nun noch breiter für die Freiwilligenarbeit öffnen.

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An wen richtet sich dieses Projekt? Ausschliesslich an UBS-Kunden?
Sonja Kingsley-Curry: Nein, mit «UBS Helpetica» wollen wir möglichst viele Teile der Schweizer Bevölkerung für die Freiwilligenarbeit begeistern. Damit neben den UBS-Mitarbeitenden auch UBS-Kunden und grosse Teile der Bevölkerung noch mehr und einfacher Freiwilligenarbeit leisten und speziell die junge Generationen sich aktiv engagieren und mit wenigen Klicks, mit kleinem Aufwand Grosses bewirken können. Denn – so der Slogan unserer Lancierungs-Kampagne: «Gutes tun tut gut.»

Welche Hilfswerke werden dabei berücksichtigt?
Kingsley-Curry: Bei «UBS Helpetica» kann jede gemeinnützige Organisation bestehende – oder auch neue – Projekte eingeben und so noch mehr Publizität erreichen, damit eine möglichst grosse Hebelkraft erreicht wird. Das können grosse wie kleine Organisationen sein. Bekanntes, Neues genauso wie Nationales und Lokales. «UBS Helpetica» ist ein komplementäres Angebot, das mithelfen soll, Freiwilligenarbeit noch relevanter, noch zugänglicher und damit grösser zu machen.

«Der Zeitpunkt für die Lancierung könnte nicht besser sein»

Wie läuft eine solche Teilnahme ab?
Kingsley-Curry: Freiwillige Helfer registrieren sich auf «UBS Helpetica» und melden sich beim passenden Projekt an und schon geht es los mit einmaligem oder mehrmaligem Einsatz. Neue Projektideen können aus der Bevölkerung oder von gemeinnützigen Organisationen eingegeben werden. Sobald sie entsprechende Kriterien erfüllen, werden sie auf «UBS Helpetica» publiziert und die nötigen Freiwilligen dafür mobilisiert.

Wie gross ist der finanzielle und auch personelle Aufwand für diese Plattform seitens der UBS?
Fischer: Neben dem «UBS Kids Cup» im Breitensport und «Swiss Skills» für die Berufslehre engagieren wir uns mit «UBS Helpetica» als unser nun drittes nationales Engagement nachhaltig und substanziell für die Freiwilligenarbeit. Gerade nach den vielen positiven Erfahrungen, die wir während Corona in der Unterstützung zum Beispiel der Nachbarschaftshilfe gemacht haben, könnte der Zeitpunkt für die Lancierung so einer Plattform nicht besser sein, wenn auch die Planung hierfür schon länger läuft. Wir starten bewusst mit einer zunächst überschaubaren Anzahl Projekte und bauen die Möglichkeiten stetig aus. Ein engagiertes Team kümmert sich dabei um ein qualitatives Wachstum, das dem Thema gerecht wird. Qualität geht hier über Quantität.

Wie wird das ganze Projekt bekannt gemacht?
Kingsley-Curry: Wir bauen auf unsere grosse Netzwerk-Stärke. Die grosse Reichweite unserer eigenen Kanäle, unsere grosse Kundenbasis, unsere starke regionale Verankerung, unsere engagierten Mitarbeitenden, unsere aktiven Pensionierten und natürlich auf die tatkräftige Unterstützung der Schweizer Bevölkerung. Für die nationale Bekanntmachung setzen wir auf unsere Marketingstärke, eine – wie wir finden – gut erzählte und klare Kampagne, effektiven Media-Budgeteinsatz und eine schlagkräftige Medienpartnerschaft.

UBS Helpetica_Print Inserat Beispiel_1


Gibt es eine zeitliche Begrenzung der ganzen Aktivitäten?
Fischer: Nein, wir engagieren uns mit «UBS Helpetica» längerfristig, genau wie wir das auch bei «UBS Kids Cup» – bereits im elften Jahr – und «Swiss Skills» – ebenfalls bereits im vierten Jahr – tun. Jedes sorgfältig ausgesuchte nationale Engagement ist auf Langfristigkeit ausgelegt, nur so erzielt man nachhaltige Effekte. Was wir selbstverständlich systematisch auf Erfolg hin messen und überprüfen – und wo nötig auch nachjustieren.

Welches sind die ersten Projekte, die präsentiert werden?
Kingsley-Curry: Das neue Netzwerk startet mit wenigen, ausgesuchten Projekten und wird laufend erweitert. Hier ein paar Beispiele: Bewerbungs-Mentoring für Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Laptop-/Smartphone-Training für ältere Menschen oder Menschen ohne digitales Wissen in Zusammenarbeit mit Caritas oder Spazieren mit Betagten und Blinden umgesetzt mit Obvita.



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Kommentare

  • Hans Gemperle, 16.10.2020 18:30 Uhr
    Ich möchte einige Projekte kennen lernen, wie im rahmen Nachbarschaftshilfe. Besten Dank Gemperle.

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