Platz 10:
Steffi Buchli verlässt das Medienhaus
Steffi Buchli verliess im Frühjahr 2025 Ringier Medien Schweiz nach fünf Jahren als Chief Content Officer. Im Zuge einer Neuorganisation übernahm Markus Wirth die COO-Position samt Content-Verantwortung, Rolf Cavalli wurde neuer Blick-Chefredaktor. «Für mich ist nach fünf Jahren der Zeitpunkt gekommen weiterzuziehen», schrieb Buchli auf LinkedIn. Im Oktober wurde bekannt: Buchli startet bei Bild in Berlin – ihre «Wunschdestination». Dort arbeitet sie im Mandat an der Newsroom-Transformation und pendelt zwischen Zürich und Berlin. Marion Horn, Vorsitzende der Bild-Chefredaktionen, hatte sie nach dem Ringier-Abgang kontaktiert, wie Buchli im persoenlich.com-Interview verriet.
Platz 9:
Rad-Experte hätte gern weitergemacht
Nach 15 Jahren musste SRF-Radsport-Experte Sven Montgomery seinen Posten räumen – unfreiwillig. «Ich hätte gerne weitergemacht. Leider hat man bei SRF anders entschieden», sagte der 49-Jährige. Ab 2026 übernimmt Ex-Profi Mathias Frank die Rolle, SRF begründete dies mit einer «Auffrischung». Die Reaktionen fielen gespalten aus: Zahlreiche Kommentatoren auf persoenlich.com bedauerten den Entscheid – «Schade, schade, schade. Das Schweizer Fernsehen wird immer schlechter» –, andere kritisierten sein «ewiges Gefasel». Montgomery selbst griff zur Metapher: «Ich hatte das Gefühl, ich sei wie ein guter Wein, der mit dem Alter immer besser wird. Aber vielleicht bin ich auch ein alter Wein, der am Umkippen ist.»
Platz 8:
Der Text, der nicht hätte erscheinen dürfen
Ein CH-Media-Volontär interviewte Eishockey-Nationalspielerin Lara Stalder Mitte Oktober im Rahmen eines MAZ-Kurses – als reine Übung, wie ausdrücklich vereinbart. Dennoch erschien der Text ohne Einverständnis in vier Tageszeitungen: Zuger Zeitung, Luzerner Zeitung, Nidwaldner Zeitung und Obwaldner Zeitung. Stalder kritisierte auf LinkedIn: «Es war von Anfang an klar kommuniziert, dass keine Inhalte ohne vorherige Freigabe veröffentlicht werden dürfen.» Sie warf dem Autor vor, ihr Aussagen in den Mund gelegt zu haben. CH Media sprach von einer «ungenügenden Absprache zwischen Autor und Redaktion», deaktivierte den Online-Text und entschuldigte sich beim EV Zug sowie beim MAZ.
Platz 7:
Karin Bearpark und Dara Masi verlassen Energy Zürich
Karin Bearpark und Dara Masi verliessen 2025 Energy Zürich und gründeten ihre eigene Firma Pink Cave. Die beiden Morgensendung-Moderatorinnen führen ihren Podcast unter neuem Namen weiter: Aus «Die Thronsitzung» wurde «Die Thronfolge». Als Radiomoderatorinnen, Podcasterinnen und Content Creator wollen Masi und Bearpark sowohl klassische als auch New-Media-Formate bewirtschaften. «Wir glauben, dass Podcasts in der Schweiz zu einem der relevantesten Medienformate werden», schrieben sie in ihrer Mitteilung.
Platz 6:
Drei Führungskräfte haben gekündigt
Bei 20 Minuten haben drei Ressortleitungen gekündigt, wie persoenlich.com im Juni bekannt machte: Silvan Haenni (Head of Economics), Katrin Ofner (Ressortleiterin People) und Lea Sulzberger (Head of Social Media). Die Gründe seien «individuell», teilte damals Kommunikationsleiterin Eliane Loum-Gräser mit. Haenni führte seit Dezember 2023 das Ressort Wirtschaft & Service und war zuvor stellvertretender Sportchef. Ofner leitete seit 2021 das People-Ressort und war als Royal-Expertin tätig. Sulzberger wurde Anfang 2024 zur Leiterin Social Media befördert, nachdem sie als Social Media Managerin gestartet war. «Wir bedauern ihre Abgänge ausserordentlich», so das Statement von 20 Minuten.
Platz 5:
Der Discounter legt sich nun mit Coop an
Denner griff im März erstmals einen Mitbewerber direkt an: Coop. Der Anlass war die trendige Dubai-Schokolade von Lindt, die bei Coop 9.95 Franken kostet, bei Denner aber nur 7.95 Franken. Das Fazit im Inserat in der Sonntagspresse: «Bei Coop zum Dubai-Preis, bei Denner zum Tiefstpreis!» Die Kampagne wurde inhouse entwickelt und setzte die Serie provokanter Werbeanzeigen fort, die im Februar begonnen hatte.
Platz 4:
Nach Migros nun deutsche Discounter im Visier
Denner startete Anfang Februar eine provokante Kampagnen-Serie mit einem Augenzwinkern an den Mutterkonzern Migros. Nur die visuelle Anlehnung an eine Migros-Werbung deutete darauf hin, wer mit dem Slogan gemeint war: «Discounter ist man, oder man ist es nicht.» Anfang März folgte die nächste Offensive gegen Aldi und Lidl. In Sonntagsanzeigen stellte Denner schweizerische Begriffe wie «Müesli», «Rahm» und «Guetzli» den deutschen Äquivalenten «Müsli», «Sahne» und «Kekse» gegenüber. Mit dem Slogan «Mein Schweizer Discounter-Original» betonte das Unternehmen seine einheimische Identität – im gleichen visuellen Stil mit rotem Hintergrund und weisser Schrift wie bei der Migros-Kampagne.
Platz 3:
Kritik an «Auf und davon»-Auslagerung
SRF plant, die Sendung «Auf und davon» ab 2027 extern zu vergeben – doch die Bedingungen sorgen bei Produktionsfirmen für Unmut. In der Ausschreibung heisst es, die Übernahme von SRF-Mitarbeitenden erfolge «in der Regel durch einen Übernahmevertrag, der eine Dauer von einem Jahr umfasst», während dieser Zeit gelten die SRF-Anstellungsbedingungen. Diese Vorgaben werden als kaum tragbar beurteilt, da die SRF-Löhne deutlich über dem Niveau der Privatwirtschaft liegen. SRF relativiert: Die Übernahme sei «eine Option, aber keine Voraussetzung». Die Auslagerung fügt sich in eine Strategie: Ab 2026 sollen auch «DOK»-Filme, «Reporter»-Episoden und weitere Formate vermehrt extern produziert werden. Diese Exklusivstory von persoenlich.com schafft es aufs Klick-Podest.
Platz 2:
400 Franken für ein Merci waren zu viel
Migros lancierte zum 100-jährigen Jubiläum im Januar eine Sammelaktion: Wer 20 Sticker sammelte, bekam eine «Merci-Box» mit Produkten wie Reis, Handcreme oder Eistee. In 100 dieser Boxen war ein Goldtaler versteckt. Einen Sammelpunkt gab es pro Einkaufsbetrag von 20 Franken – unter dem Strich mussten Kundinnen und Kunden also 400 Franken ausgeben, um sich beschenken zu lassen. Die Aktion dauerte bis zum 10. Februar. Wie die SonntagsZeitung bemerkte, gab es danach in diversen Filialen übrig gebliebene Überraschungsboxen «gratis zum Mitnehmen». Migros erklärte, sie habe extra genug Boxen vorbereitet, damit niemand leer ausgehe. Zahlreiche Boxen seien zudem gespendet worden.
Platz 1:
«Tagesschau» ausgefallen wegen krankem Personal
Der meistgeklickte Artikel des Jahres 2025 auf persoenlich.com ging zwar am 30. Dezember 2024 online – sorgte aber dann am Neujahrstag für ein Klickfeuerwerk. Am Sonntag, 29. Dezember, fiel die Mittagsausgabe der «Tagesschau» aus – nicht wegen technischer Probleme, sondern wegen Personalmangel. Wer um 13 Uhr auf SRF 1 die Sendung schauen wollte, sah am unteren Bildschirmrand eine Laufschrift: «Aufgrund diverser Krankheitsfälle musste die Tagesschau um 13 Uhr abgesagt werden.» SRF bestätigte den Vorfall, nahm aber nicht zu den konkreten Umständen Stellung. Das Publikum nahm den Ausfall offenbar gelassen. «Bei unserem Publikumsservice ging bislang eine negative Rückmeldung hierzu ein», teilte SRF mit. Mittlerweile ist diese Panne gar nicht mehr möglich. Seit August gibt es am Wochenende keine Mittags-«Tagesschau» mehr.
In der Serie «Das war 2025» greifen wir die grossen Themen des Jahres in kompakter Form nochmals auf. Hier finden Sie die Übersicht.











