19.09.2016

Zahlungen an den Presserat

Doris Leuthard appelliert an Verlegerverband

Der Bundesrat würde es begrüssen, wenn der Verband Schweizer Medien den Presserat wieder finanziell unterstützen würde, sagt Medienministerin Doris Leuthard in Bern. Die Selbstregulierung der Medien erachte er allerdings nicht als gescheitert.
Zahlungen an den Presserat: Doris Leuthard appelliert an Verlegerverband
Der Bundesrat erachtet die Selbstregulierung nicht als gescheitert: Medienministerin Doris Leuthard. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat würde es begrüssen, wenn der Verband der Verleger den Presserat wieder finanziell unterstützen würde. Das sagte Medienministerin Doris Leuthard am Montag in der Fragestunde des Nationalrates. Die Selbstkontrolle sei wichtig für die Glaubwürdigkeit der Medien, sagte Leuthard.

Auch wenn der Verlegerverband die Zahlungen sistiert habe, erachte der Bundesrat die Selbstregulierung nicht als gescheitert. Er würde es aber begrüssen, wenn der Verlegerverband seine Unterstützung wieder aufnehmen und die künftige Finanzierung des Presserates nicht in Frage stellen würde. Erkundigt hatte sich SP-Nationalrat Cédric Wermuth (AG).

Der Verband Schweizer Medien (VSM) hatte im August bekannt gegeben, dass er die Beiträge an den Presserat für drei Jahre streicht (persoenlich.com berichtete). Der Presserat reagierte mit Unverständnis. Es sei «nicht nachvollziehbar und bedenklich», dass die Verleger für die journalistische Qualität keine Mittel mehr zur Verfügung stellen wollten, hielt er fest.

Der Presserat beurteilt Beschwerden wegen Verstössen gegen den Journalistenkodex. Darin sind die Rechte und Pflichten der Journalisten festgehalten. Finanziert wird der Presserat je zur Hälfte von den Journalistengewerkschaften auf der einen und der Konferenz der Chefredaktoren, der SRG und dem Verband Schweizer Medien auf der anderen Seite. (sda/wid)



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