26.12.2018

Persönlichkeiten 2018

«Es war für mich das Jahr der richtigen Entscheidungen»

Den Job als «Donnschtig-Jass»-Moderator ist Roman Kilchsperger los. Als Aushängeschild beim Sportsender Teleclub hat der 48-Jährige dafür seine neue Berufung gefunden. In Folge drei gibt es ein Gespräch über Träume, Teamwork und Toni Brunner.
Persönlichkeiten 2018: «Es war für mich das Jahr der richtigen Entscheidungen»
«In der Realität sind die Wege meist länger als im Traum», sagt Roman Kilchsperger, Moderator der Champions League bei Teleclub. (Bilder: Thomas Buchwalder, Grafik: Corinne Lüthi)
von Christian Beck

Herr Kilchsperger, 2018 muss ein guter Jahrgang für Sie sein: Es ging ein Bubentraum in Erfüllung…
Ja, 2018 war bestimmt nicht langweilig. Da waren einige berufliche Treffer dabei. Insgesamt war es für mich vor allem das Jahr der richtigen Entscheidungen. Dazu gehört auch die Erfüllung dieses Bubentraums.

Manchmal sind Träume nur Schäume. Ist Ihr neuer Job bei Teleclub wirklich so gut wie erträumt?
Wie das halt so ist, in der Realität sind die Wege meist länger als im Traum. Ob man allein im Kinderzimmer fiktive Spiele in den Kassetten-Recorder diktiert oder ob man als Teil eines Teams die Millionen-Liga zu den Fussballfans bringt, ist nicht ganz dasselbe. Die Gemeinsamkeit, dass einem der Job mal besser, mal weniger gut gelingt, die ist aber durchaus da.

Roman Kilchsperger_Pokal

In welchen Momenten wurden Sie schon auf den harten Boden der Realität zurückgeholt?
Ich glaube eher, dass die ganze Redaktion ihre Vorstellung überarbeiten musste. Die haben bald gemerkt, dass ich den Pokal nicht alleine holen kann. Jetzt wissen wir das alle und machen als Mannschaft unseren Job.

Vordergründig wirkt alles sehr locker, dabei haben Sie während der Spiele alle Hände voll zu tun. Geben Sie uns einen kurzen Einblick hinter die Kulissen…
Schön, wenn es so wirkt, denn so ist es auch. Wir gehen sehr gut vorbereitet ins Spiel. Aber wenn die Hymne anklingt, wollen wir Fans sein. Thomas Tuchel, Trainer bei Paris Saint-Germain, erklärte es kürzlich den Journalisten recht gut: «Die Konzentration sollte der Leichtigkeit nicht im Wege stehen.» Das gefällt mir.

«Wir werden uns auf nix ausruhen»

Was möchten Sie 2019 noch verbessern?
Diese Liste ist lang. Ideen gibt es genauso viele. Aber wir machen das Schritt für Schritt. Bisher haben wir fast in jeder Sendung ein neues Element ausprobiert. Nicht alles funktioniert, einiges scheitert noch an technischen Möglichkeiten. Aber wir sind noch nicht mal vier Monate auf Sendung mit der Champions League. Wir werden uns auf nix ausruhen. Und wir werden sehr gut werden!

Ein Bubentraum ging in Erfüllung, ein Steckenpferd haben Sie aber verloren: Sie dürfen auf SRF den «Donnschtig-Jass» nicht mehr moderieren. Mit etwas Abstand: Wie gross ist das Bedauern?
Nächste Frage. Darüber wollen die Leute jetzt wirklich nichts mehr lesen.

Kürzlich wurde bekannt, dass auch Ihre ehemalige Vorgesetzte Sibylle Marti gehen muss – möglicherweise, weil sie loyal zu Ihnen war. Haben Sie ein schlechtes Gewissen?
Sibylle war Mutter und General dieser Show. Viel wichtiger, als ich es war. Aber das wissen natürlich nur jene, die sich auch schon mal um diese Sendung gekümmert haben.

«Toni wäre herrlich»

Im Januar soll es eine Castingrunde geben für die «Donnschtig-Jass»-Moderation. «persönlich»-Verleger Matthias Ackeret schlägt Toni Brunner vor. Ein guter Vorschlag?
Davon habe ich gehört. Toni wäre herrlich! Wenn er zum Start der Sendung auf einer Kuh auf den Platz reitet und einen seiner Witze erzählt. Aber zunächst muss natürlich auch der Toni das «Super-Casting» überstehen. Viel Glück!

Finden Sie eigentlich manchmal Zeit, um auch bei Teleclub einen Jass zu klopfen?
(Lacht) Nein, die Jungs spielen lieber Ping-Pong.



In der Serie «Persönlichkeiten 2018» lassen wir Menschen, die 2018 von sich reden machten, nochmals zu Wort kommen. Weitere «Persönlichkeiten 2018» finden Sie hier.

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