01.01.2022

Das war 2021

Diese Texte schaffen es in die Top Ten

Das sind doch Good News: Kein einziger Artikel zum Thema Covid-19 findet sich 2021 unter den meistgelesenen Texten von persoenlich.com. Die Leserinnen und Leser interessierten sich diesmal für ganz andere Geschichten. Und da war alles dabei – von Dramen bis zu Scherzen.
von Christian Beck
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Bild: Keystone/Alessandro della Valle


Die «Weltwoche-Bombe»


Im Erpressungsfall, der im November 2020 publik wurde, soll SP-Bundesrat Alain Berset gelogen haben. Zudem soll er seine Macht missbraucht haben, schrieb die Weltwoche im September 2021. «Frau, von Bersets Truppe plattgewalzt», hiess der Titel des Artikels, verfasst von Christoph Mörgeli, Ex-SVP-Nationalrat und heutiger Weltwoche-Autor. Andere Medien griffen die neusten Vorwürfe ebenfalls auf. Und persoenlich.com lieferte eine Presseschau dazu, die offensichtlich sehr interessierte.




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Bild: Ringier


Jonas Projer wechselt zur NZZ am Sonntag


Es war nur eine kurze Meldung, die es dennoch in die Top Ten schaffte. Jonas Projer, bekannt geworden als Moderator der «Arena» des Schweizer Fernsehens SRF, wechselt zur NZZ-Gruppe und wird Chefredaktor der NZZ am Sonntag. Projer, im März noch Chefredaktor bei Blick TV, löste dabei Luzi Bernet ab, der die NZZ am Sonntag seit Oktober 2017 leitete. Damals wollte keiner der Beteiligten den Wechsel bestätigen. Tags darauf sagte Projer, er sehe seiner neuen Aufgabe «mit Respekt und grosser Vorfreude entgegen».



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Bild: Andrea Zahler


Michèle Binswangers Tschanun-Serie


Die Tamedia-Journalistin Michèle Binswanger schrieb eine Reportage über den ehemaligen Zürcher Baupolizeichef Günther Tschanun. Dieser erschoss am 16. April 1986 an seinem Arbeitsort vier Mitarbeiter und verletzte einen fünften lebensgefährlich. Nach seiner Haftstrafe lebte Tschanun unerkannt mit neuer Identität im Tessin. Dort verstarb er vor sechs Jahren bei einem Fahrradunfall. «Ich glaube, er akzeptierte seine neue, unscheinbare Existenz und fand am Ende wohl seinen Frieden», so Binswanger im persoenlich.com-Interview.



7_ToptenBild: SRF/Oscar Alessio


Julian Graf verlässt «Zwei am Morge»


Das SRF-Comedyformat «Zwei am Morge» hat Anfang Jahr mit Julian Graf eines der Aushängeschilder verloren. «Die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die spektakulären Drehorte und der Einblick in die Welt des Service public war für mich sehr prägend», sagte der Winterthurer, der zum Gründerteam gehörte. Graf wolle sich nun auf seine private sowie berufliche Situation fokussieren, hiess es. Für Kontroversen sorgte «Zwei am Morge» kurz vor Grafs Abgang: Die Macher der Sendung führten TeleZüri absichtlich falsches Material über eine Wolfssichtung am Uetliberg zu. Kurz vor Jahresende verkündet SRF: Auch die Moderatoren Ramin Yousofzai und Robin Pickis werden die Sendung verlassen – und «Zwei am Morge» wird es ab Frühjahr 2022 in dieser Form nicht mehr geben.



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Bild: SRF/Claudia Herzog


Tina Nägeli verlässt Radio SRF 3


Im April 2021 verstummte auf Radio SRF 3 die Morgenstimme von Tina Nägeli. «Was ich in den letzten Jahren bei SRF 3 erleben durfte, war für mich viel mehr als ein Job», sagte die heute 36-Jährige. «Vom frühen Aufstehen für all die Morgenmenschen über das Moderieren im knietiefen Festivalschlamm bis hin zu den schlaflosen Wochen in der Glasbox – es war mir eine grosse Ehre, unser Publikum all die Jahre zu begleiten. Nun ist es für mich an der Zeit weiterzuziehen.» Wie später im Jahr bekannt wurde, hat es Nägeli aber auch wieder zurück zum Radio gezogen – nämlich zu Radio SRF 1. Mehr davon später.



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Bild: Wirz


April, April – Migros foppt Coop


Während sich andere Marken am 1. April mehr oder minder lustige Scherze ausdenken, wie zum Beispiel die Einführung von Girokonten für Katzen oder eine Schokolade in der Geschmacksrichtung «English Breakfast», ging man bei der Migros 2021 einen anderen Weg: mit einem Aprilscherz, der niemanden in die Irre führte und sich sofort als solcher zu erkennen gab. Im Spot stichelte die Migros gegen ihren Lieblingskonkurrenten Coop. Wir zeigen den witzigen Zehnsekünder aus dem Hause Wirz heute nochmals:

Übrigens: Dieser Spot war nur am 1. April online und im TV zu sehen.



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Bild: zVg


Schawinski lanciert Petition «Rettet UKW»


Roger Schawinski hat in der Radiobranche künftig Staub aufgewirbelt. Der Medienpionier fordert Medienministerin Simonetta Sommaruga, das Bakom und die SRG mit der Onlinepetition «Rettet UKW» auf, die geplante Einstellung aller UKW-Sender der Schweiz rückgängig zu machen. «Die Folgen dieser Massnahme wären für unser Land verheerend», so Schawinski. Drei Monate später wurde die Petition mit über 60'000 Unterschriften eingereicht, und die Radios verständigten sich auf eine Abschaltung im Jahr 2024. Im Rahmen unserer Serie «Das war 2021» äusserte sich auch Bakom-Direktor Bernard Maissen. «In der Zwischenzeit ist die UKW-Abschaltung offenbar bei der Bevölkerung angekommen und akzeptiert», sagte er vor wenigen Tagen in einem persoenlich.com-Interview.



3_ToptenBild: zVg


Anaïs Decasper verlässt Energy


Willkommen auf dem Podest, Anaïs Decasper. Als Lead Content Creator arbeitet sie bei der Radiogruppe Energy. Auf Ende Januar 2022 hat sie ihre Kündigung eingereicht. «Mit 28 will ich nicht aufhören, mich auf Neues einzulassen und von Grösserem zu träumen. Ich bin noch lange nicht angekommen», sagte Decasper zu persoenlich.com. Ihre Zukunft sieht sie weiterhin im Rampenlicht: «Ich will gerne weiterhin Videos machen, Leute zum Lachen bringen und vor der Kamera stehen. Ich liebe die Schauspielerei und das kreative Arbeiten.»



2_ToptenBilder: Wirz


Zwei Stars in einem Werbespot


Eine Werbeunterbrechung, bevor wir zum Platz 1 kommen. Der Spot «No Drama» von Schweiz Tourismus ging 2021 auf YouTube durch die Decke – rund 53 Millionen Klicks gabs bislang. Es ist ein Werbespot über einen Werbespot, den es nie geben wird. In den Hauptrollen: Robert De Niro und Roger Federer.

Der Film der Agentur Wirz BBDO räumte übrigens auch bei Wettbewerben ab – unter anderenm gab es in der Schweiz Gold beim Edi. Die Jury meinte: «Der Film überzeugt handwerklich wie konzeptionell und inszeniert mit Humor und Selbstironie das Produkt, ohne sich selbst allzu ernst zu nehmen. Er schafft mit seiner Einzigartigkeit globale Relevanz und erzielt dadurch eine hohe Shareability. Weltklasse!»



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Bild: SRF/Merly Knörle


Regi Sager geht in Frühpension


Tataa! Kein persoenlich.com-Artikel hat mehr interessiert als dieser. Die Meldung, dass Regi Sager Radio SRF 1 verlässt, hat eingeschlagen wie eine Bombe. Vor allem, als die 63-Jährige am Sender verabschiedet wurde, googelten Fans ihren Namen und landeten auf diesem Artikel. «Den Puls der Zeit auf unterschiedlichen Ebenen täglich spüren zu können, war etwas vom Spannendsten während meiner 25 Jahre bei SRF», sagte Regi Sager. Und jetzt kommts: Das Pensum von Sager übernahm per Anfang Dezember die ehemalige SRF-3-Moderatorin Tina Nägeli. Christian Zeugin, Leiter Moderation Radio SRF 1, sagte: «Selten hat das Bild des weinenden und lachenden Auges so gut gepasst.»



In der Serie «Das war 2021» greifen wir die grossen Themen des Jahres in kompakter Form nochmals auf. Hier finden Sie die Übersicht.

 



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